Image
Access
Public

Ein Paradoxon der Schwellenländeranleihen 

Die Spreads sind so niedrig wie nie zuvor, den­noch bestehen weiterhin wirksame Risikomin­derungsmechanismen. Niedrige Ausfallraten, vergleichsweise hohe Gesamtrenditen und die Nachfrage der Anleger nach Carry-Renditen stützen diese Anlageklasse. 

Geopolitische Trends 

Die Schwellenländerlandschaft wird unter dem transaktionsorientierten Ansatz der Trump-Administration neu gestaltet. Die Unter­stützung ideologisch gleichgesinnter Macht­haber schafft asymmetrische Chancen. Grönland war kürzlich ein viel diskutier­tes Thema, obwohl es sich um ein offensicht­lich europäisches Problem handelt. Wir sehen den Aufstieg des Nahen Ostens zu einer wirt­schaftlichen Supermacht als einen wichtigen Trend. 

Wachstum, Inflation und politische Kurswechsel 

Die Inflation in den Schwellenländern dürfte sich nahe den Zielvorgaben der Zentralbanken stabilisieren und tendiert rückläufig. Im ersten Halbjahr 2026 ist mit moderaten Zinssenkungen zu rechnen, insbesondere in Ländern mit hohen Renditen, bedingt durch die heimische Lage. Das Wachstum in den Schwellenländern ohne China dürfte seinen Trend beibehalten, während sich das Wachstum in China voraussichtlich verlangsamen wird. Die sich abschwächende Inflation, die unterstützende Geldpolitik und das robuste Wachstum schaffen ein Umfeld, in dem Renditeerträge den Haupttreiber darstellen.

Die Entwicklung des US-Dollars 

Der Abwärtstrend des US-Dollars dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen. Unterstützt wird dies durch hohe Bewertungen, eine starke glo­bale Positionierung in US-Dollar-Anlagen, den schwindenden US-Exceptionalism im Zuge der Normalisierung des Wachstums und Zins­senkungen, die den Renditevorteil des US-Dol­lars schmälern. Insgesamt prognostizieren wir einen moderaten Rückgang des US-Dollars, der positive Kapitalzuflüsse in die Schwellenländer stützen dürfte. 

Chancen in den lokalen Märkten 

Emmissionen in Lokalwährungen machen mittlerweile 90% des Gesamtemissionen in Schwellenländern aus. Die Aussichten blei­ben weiterhin attraktiv, da Anleger in einem schwächeren US-Dollar-Umfeld von attraktiven Renditeerwartungen profitieren, gleichzei­tig Währungsgewinne erzielen und ihr Portfo­lio weg von US-Dollar-denominierten Anlagen diversifizieren können. 

Die Auswahl zählt 

Ein aktiver Ansatz ist der Schlüssel zur Alpha- Generierung in Schwellenländeranleihen. Die Fundamentaldaten für Unternehmen in Schwel­lenländern bleiben insgesamt robust, während wir bei Staaten erwarten, dass die Ausfallraten in diesem Jahr unter dem historischen Durch­schnitt bleiben werden.

Lesen Sie hier mehr   

Active for advertorial
On
Active for website
On