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ÜBER DIESE SERIE
Während des größten Teils der vergangenen Jahrzehnte wurde die Investitionslandschaft von zwei mächtigen und sich ergänzenden Kräften geprägt: von fast ununterbrochen sinkenden Zinsen und einer Welle technologischer Innovationen, von der Unternehmen profitierten, die auf Code, Netzwerken und ihrer Fähigkeit zum Wachstum ohne physische Einschränkungen basierten. Die Kapitalströme folgten diesem Trend, die Bewertungen zogen nach, während eine Generation von Anlegern – nicht ohne Grund – lernte, dass die Zukunft den kapitalarmen Unternehmen, der Digitalisierung und den störenden Akteuren gehörte. Das Umfeld hat sich jedoch gewandelt. Diese vierteilige Artikelserie beleuchtet diesen Wandel und vertritt dabei eine zentrale These: Um den Grundprinzipien des Qualitätsinvestierens treu zu bleiben, muss man heute den Untersuchungshorizont erweitern – über die traditionell mit Qualität assoziierten Sektoren hinaus –, um Quellen nachhaltiger Gewinne dort zu finden, wo der Markt sie noch nicht erwartet.

  • Teil I – Qualität weiter denken: Grundprinzipien, erweiterte Horizonte
  • Teil II – Konsumgüter: Was der Markt nicht mehr sieht
  • Teil III – Das Gesundheitswesen am Scheideweg: KI als Skalpell
  • Teil IV – KI unter dem Prisma der Qualität: Nachhaltigkeit in Zeiten des Umbruchs

 

Während des größten Teils der vergangenen Jahrzehnte hat sich die Investmentwelt auf eine verlockende und schlüssige Definition von Qualität geeinigt: hohe Rentabilität und Umsatzwachstum, geringe Kapitalintensität, hohe Kapitalrendite (ROIC), gesunde Bilanzen und eine solide Cashflow-Generierung. Die Gleichung war elegant: Geringe Kapitalintensität geht Hand in Hand mit einer hohen Umwandlung in freien Cashflow, wiederkehrende Erträge garantieren Vorhersehbarkeit, Netzwerkeffekte, proprietäre Technologien und Skaleneffekte schaffen nachhaltige Eintrittsbarrieren. Gleichzeitig hat der jahrzehntelange Rückgang der Zinsen automatisch den Barwert zukünftiger Gewinne erhöht.

Zweifellos haben wir dieses Umfeld voll ausgeschöpft. Unsere Portfolios umfassen eine Reihe dieser hochwertigen Wachstumswerte – Softwareunternehmen, Plattformen, Informationsdienste – und sie haben uns gut belohnt. Doch etwas hat sich geändert... Die allgegenwärtige Geopolitik und der Einzug der künstlichen Intelligenz, die zugleich die spannendste und störendste Kraft unserer Generation ist, haben die Investitionslandschaft neu gezeichnet, und intellektuelle Ehrlichkeit zwingt uns, eine schwierige Frage zu stellen: Laufen wir als qualitätsorientierte Anleger Gefahr, einen Ansatz, der in einem bestimmten makroökonomischen Umfeld sinnvoll ist, als unveränderliche Wahrheit zu betrachten? Erfordert die Treue zu den Grundprinzipien der Qualität – die Suche nach nachhaltigen Gewinnen und soliden Wettbewerbspositionen – nicht in Wirklichkeit, dass wir unseren Aktionsradius über die Grenzen hinaus erweitern, die ein langer und lohnender Zyklus mitgeprägt hat?

Lesen Sie Sébastien Gandons vollständigen Artikel "Qualität weiter denken - Grundprinzipien, erweiterte Horizonte".

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